Cyclamat (Natriumcyclamat) wurde 1937 zufällig an der University of Illinois entdeckt.1 Es ist einer der am häufigsten verwendeten Süßstoffe weltweit und wird oft in Kombination mit Saccharin eingesetzt.
Steckbrief
| Süßkraft | ca. 30-50x süßer als Zucker1 |
|---|---|
| Kalorien | 0 kcal2 |
| Glykämischer Index | 03 |
| E-Nummer | E9524 |
| Hitzestabil | Ja - geeignet zum Kochen und Backen1 |
Cyclamat ist in der EU und vielen anderen Ländern zugelassen, jedoch in den USA seit 1969 verboten.5 Der Grund waren Tierversuche, deren Ergebnisse später jedoch als nicht auf Menschen übertragbar eingestuft wurden.1
Vorteile
Anwendungsbereiche
Cyclamat wird häufig in Kombination mit anderen Süßstoffen verwendet:
- Tafelsüße (klassische Süßstofftabletten, oft 10:1 Cyclamat:Saccharin)
- Light-Getränke und Softdrinks
- Marmeladen und Konfitüren
- Desserts und Süßspeisen
- Medikamente und Sirupe
Im Verhältnis 10:1 (Cyclamat:Saccharin) ergänzen sich die beiden Süßstoffe ideal: Cyclamat liefert einen angenehmen Geschmack ohne Bitterkeit, während Saccharin die hohe Süßkraft beisteuert.1 Diese Kombination findet sich in vielen klassischen Tafelsüßen.
Gesundheitliche Aspekte
Cyclamat wurde in den 1960er Jahren intensiv untersucht, nachdem Tierversuche einen möglichen Zusammenhang mit Blasenkrebs zeigten.5 Spätere Studien konnten dies beim Menschen jedoch nicht bestätigen.1
Die EFSA hat einen ADI (akzeptable tägliche Aufnahmemenge) von 7 mg pro kg Körpergewicht festgelegt.1 Für eine 70 kg schwere Person entspricht das etwa 490 mg Cyclamat pro Tag.
Etwa 20-30% der Menschen können Cyclamat durch Darmbakterien zu Cyclohexylamin umwandeln.6 Dieses Stoffwechselprodukt wird aber bei den festgelegten ADI-Werten als unbedenklich angesehen.
Fazit
Cyclamat ist ein bewährter, kalorienfreier Süßstoff mit angenehmem Geschmack. Besonders in Kombination mit Saccharin bietet er eine kostengünstige und geschmacklich überzeugende Alternative zu Zucker.1 In der EU ist Cyclamat uneingeschränkt zugelassen.