Sucralose

Sucralose wird aus Zucker hergestellt, bei dem drei Hydroxylgruppen durch Chloratome ersetzt werden.1 Dadurch entsteht ein Süßstoff, der etwa 600-mal süßer als Zucker ist.1

Steckbrief

Süßkraftca. 600x süßer als Zucker1
Kalorien0 kcal (wird nicht verstoffwechselt)1
Glykämischer Index02
E-NummerE9553
HitzestabilJa (bis ca. 120°C)1

Vorteile

  • Extrem hohe Süßkraft (600x Zucker)1
  • Keine Kalorien1
  • Kein Einfluss auf den Blutzucker2
  • Relativ hitzestabil1
  • Zuckerähnlicher Geschmack ohne Bitterkeit
  • Zahnfreundlich4
  • Wird größtenteils unverändert ausgeschieden1

Nachteile

  • Kann bei sehr hohen Temperaturen (>120°C) abbauen1
  • Schwierig zu dosieren wegen extremer Süßkraft
  • Mögliche Auswirkungen auf die Darmflora5
  • Keine Masse für Backrezepte

Anwendungsbereiche

Sucralose ist sehr vielseitig einsetzbar:

  • Light-Getränke und Softdrinks
  • Milchprodukte und Desserts
  • Backen (bei moderaten Temperaturen)
  • Tafelsüßen
  • Konserven und Konfitüren
Tipp zum Backen

Sucralose eignet sich zum Backen bei Temperaturen bis ca. 120°C. Für höhere Temperaturen sollte es erst nach dem Backen hinzugefügt werden. Da Sucralose kein Volumen hat, wird es oft mit Füllstoffen wie Maltodextrin kombiniert.

Gesundheitliche Aspekte

Sucralose wird vom Körper größtenteils nicht aufgenommen und unverändert wieder ausgeschieden.1 Die EFSA hat einen ADI von 15 mg pro kg Körpergewicht festgelegt.1

Darmflora

Einige Studien deuten darauf hin, dass Sucralose möglicherweise Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Darmflora haben könnte.5 Die Forschung hierzu ist noch nicht abgeschlossen.

Für Diabetiker

Sucralose ist für Diabetiker sehr gut geeignet, da es:2

  • Keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat2
  • Keine Insulinausschüttung verursacht2
  • Keine verwertbaren Kohlenhydrate enthält

Quellen

[1] EFSA Panel on Food Additives (2016): Scientific Opinion on the re-evaluation of sucralose (E 955). EFSA Journal 2016;14(5):4361
[2] Grotz VL et al. (2017): A 12-week randomized clinical trial investigating the potential for sucralose to affect glucose homeostasis. Regulatory Toxicology and Pharmacology 2017;88:22-33
[3] Europäische Kommission: Verordnung (EU) Nr. 231/2012 - Spezifikationen für Lebensmittelzusatzstoffe (E955). EUR-Lex
[4] Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Süßungsmittel - Zahnfreundlichkeit. bzfe.de
[5] Suez J et al. (2022): Personalized microbiome-driven effects of non-nutritive sweeteners on human glucose tolerance. Cell 2022;185(18):3307-3328