Erythrit ist ein Zuckeralkohol, der natürlich in einigen Früchten und fermentierten Lebensmitteln vorkommt.1 Er wird industriell durch Fermentation von Glukose hergestellt.
Steckbrief
| Süßkraft | ca. 70% von Zucker1 |
|---|---|
| Kalorien | 0-0,2 kcal/g2 |
| Glykämischer Index | 03 |
| E-Nummer | E9684 |
| Hitzestabil | Ja |
Vorteile
Nachteile
- Nur etwa 70% der Süßkraft von Zucker1
- Kann einen leicht kühlenden Effekt haben
- Teurer als normaler Zucker
- Kann beim Backen kristallisieren
Anwendungstipps
Da Erythrit nur 70% der Süßkraft von Zucker hat, benötigst du etwa 130g Erythrit um 100g Zucker zu ersetzen.
Geeignet für
- Backen (mit Anpassung der Menge)
- Getränke
- Desserts
- Selbstgemachte Schokolade
- Marmeladen (mit Geliermittel)
Weniger geeignet für
- Hefeteig (Hefe kann Erythrit nicht verarbeiten)
- Karamell (karamellisiert nicht richtig)
Gesundheitliche Aspekte
Erythrit wird als sehr gut verträglich eingestuft. Im Gegensatz zu anderen Zuckeralkoholen wie Sorbit oder Maltit verursacht er kaum Verdauungsbeschwerden, da er zu etwa 90% im Dünndarm absorbiert und unverändert über die Nieren ausgeschieden wird.1
Eine Studie aus 2023 deutete auf einen möglichen Zusammenhang zwischen hohen Erythrit-Blutspiegeln und kardiovaskulären Ereignissen hin.6 Weitere Forschung ist nötig, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
Kombinationen
Erythrit wird oft mit Stevia kombiniert, um die Süßkraft zu erhöhen und gleichzeitig die volumengebenden Eigenschaften zu nutzen.